Backups für Schulen – Ein Kernbestandteil jedes professionellen Schulnetzwerks

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Was ist mit meinen Daten wenn mein PC nicht mehr funktioniert, mein Laptop gestohlen wird oder ich mein Handy verliere? Diese Frage hat sich jeder Besitzer eines PCs, Laptops oder selbst Smartphones schon einmal gestellt. Privat ist so ein Datenverlust zwar ärgerlich aber verschmerzbar. Wenn es jedoch an professionelle Netzwerke wie beispielsweise in Schulen geht, ist Datenausfall ein absolutes Horrorszenario. Daher kann hier auf ebenso professionelle Backups nicht verzichtet werden. Schließlich geht es um Lehrer- und Schülerdaten sowie wichtige Unterrichtsmaterialen, die sich über Jahre angesammelt haben und auf keinen Fall verloren gehen dürfen. Hier hilft nur eine professionelle Backupsoftware, schließlich kann man nicht manuell sämtliche Daten sichern und täglich auf dem aktuellsten Stand halten.

Arten von Backups

Wie so oft gibt es auch bei Backups verschiedene Arten, die je nach Anforderungen mehr oder weniger sinnvoll sein können. Man unterscheidet prinzipiell immer zwischen einem Vollbackup, einem differenziellem Backup und einem inkrementellen Backup.

Vollbackups

Bei einem Vollbackup wird, wie der Name schon sagt, ein komplettes Laufwerk oder Verzeichnis gesichert. Dies hat den Vorteil, dass es technisch sehr einfach umzusetzen ist und auch eine Wiederherstellung im Handumdrehen gemacht ist. Da Vollbackups jedoch einen sehr hohen Speicherplatzbedarf haben, besonders wenn man sehr regelmäßig Backups erstellt und dennoch auch ältere Versionen behalten will sind Vollbackups nur in begrenztem Maße praktikabel und sinnvoll.

Differenzielle Backups

bauen immer auf dem letzten Vollbackup auf. Dies hat den Vorteil, dass relativ speicherplatzeffizient Backups erstellt werden können und aus einem älteren Vollbackup und einem aktuelleren differenziellen Backup immer der letzte Datenstand wiederhergestellt werden kann.

Inkrementelle Backups

bauen im Vergleich dazu immer auf dem allerletzten Backup auf, das existiert, also auch auf differenziellen oder anderen inkrementellen Backups. Dies hat als Vorteil, dass sie mit Abstand die speicherplatzeffizienteste Art sind Backups zu erstellen. Es bringt jedoch auch mit sich, dass oft sehr viele Backups benötigt werden um den letzten Datenstand wiederherzustellen. Zudem können bei einem beschädigten Backup häufig alle aktuelleren Backups nicht oder nur sehr schwer wiederhergestellt werden auch wenn diese eigentlich nicht korrupt sind.

 

 

 

Speichermedien für Backups

Ebenso wichtig wie das „Wie oft“ ist das „Wo“. Grundsätzlich gibt es drei gängige Orte an denen Backups gespeichert werden mit ihren verschiedenen Vor- und Nachteilen.

NAS-Speicher

Ein „Network Attached Storage“ ist einen Dateiserver der ins eigene Netzwerk eingebunden ist und ohne hohen Aufwand gemeinsam genutzten Speicherplatz bietet. Dieser bietet den Vorteil, dass er besonders bei sehr hohen Speicherkapazitäten vergleichsweise geringe laufende Kosten verursacht da er im eigenen Netzwerk integriert ist und keinem externen Anbieter gehört. Zudem wird bei größeren Backup-Aktivitäten der Internetanschluss des Netzwerks nicht unnötig beansprucht, da alle Daten netzwerkintern übermittelt werden. Dies bietet gleichzeitig den Vorteil, dass besonders in ländlichen Regionen oder im allgemeinen bei einer nicht optimalen Internetanbindung ein wesentlich schnellerer Datenfluss möglich ist. Hierbei ist es jedoch wichtig darauf zu achten den NAS möglichst weit räumlich vom Hauptserver zu trennen um Georedundanz zu schaffen, also im Falle von physischen Einflüssen zu verhindern, das das Backupserver mit von dem Datenverlust betroffen ist. Da man bei einem NAS selbst für die Ausfallsicherheit insbesondere der Festplatten ist es empfehlenswert mittels Raid-Lösungen für Redundanzen zu sorgen.

Cloudspeicher

Cloudspeicher wie sie viele Backuplösungen bzw. große IT-Unternehmen wie Microsoft oder Google anbieten haben den Vorteil, dass die Backups dezentral und sehr weit weg vom Hauptserver gespeichert sind. Zusätzlich sorgen die Anbieter auch selbst nochmal für ausreichend Redundanzen um die Möglichkeit von Datenverlust möglichst auszuräumen. Zudem sind entgegen dem NAS-Speicher keine hohen Anschaffungskosten vorhanden sondern lediglich die laufenden Kosten für den gemieteten Speicherplatz welche dafür jedoch höher sind als bei NAS-Speichern. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Internetleitung am Standort des Hauptservers genügend Kapazitäten zur Verfügung stellt um große Backups hochzuladen.

FTP-Server

FTP-Server sind File-Server, die mittels einem einheitlichem Datenübertragungsprotokoll agieren. Aus finanzieller Sicht sowie auf Datensicherheit bezogen bieten sie die selben Vorteile wie Cloudspeicher. Falls jedoch viele kleinere Dateien hochgeladen und später wieder gelöscht werden müssen ist dies beim Löschen aufgrund des Aufbaus des Protokolls mit einem sehr hohen Zeitaufwand verbunden. Bei Backupsoftware die keine Einzeldateien sondern Gesamtarchive nutzt ist dieses Problem nicht gegeben.

Verschiedene professionelle Server Backuplösungen im Vergleich

Je nach Anforderungen, die man als Nutzer an seine Backupsoftware stellt sind verschiedene Backuplösungen auch unterschiedlich gut geeignet. So bietet beispielsweise Acronis in seinem Abo einen eigenen Backupserver an, der mitgenutzt werden kann, jedoch eine relative kleine Kapazität hat, die schnell aufgestockt werden muss. Dadurch steigen als Folge wieder die laufenden Kosten für die Backupsoftware was es bei einem hohen Speicherplatzbedarf unwirtschaftlich macht nicht auf andere Speicherlösungen umzusteigen, wie z.B. hauseigenen NAS-Server die räumlich getrennt zum Hauptserver stationiert sind. Iperius Backup bietet hingegen mit einem Speicher von bis zu 3TB schon verhältnismäßig mehr Kapazitäten.

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By |4. März, 2018|

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Das Ende der Kreidezeit

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